08.19. Metz FR – Zeeland NL

Kaum zu glauben, nach dem regnerischen Samstag, schien es heute einen trockenen Tag zu geben. Wir krochen um 6:00 Uhr aus den Federn. Dadurch, dass ich schon einige Zeit mit dem Hund um 06:30 Uhr Gassigehen muss, war es nicht ganz so schlimm. Ich ging gleich mit dem Hund raus und Beate richtete das Frühstück. Danach wurde das Abwasser gelehrt, Stromkabel aufgerollt und verstaut und der Wohnwagen angekoppelt. Punkt 8:00 Uhr verliessen wir den Platz.
Der Navi auf dem Handy führte uns auf die Autobahn. Schon bald kündigte uns eine Tafel an, dass wir auf dem Weg nach Luxenburg seien. Nun stand die Frage im Raum, war damit die Stadt oder das Land gemeint. Diese Frage stellte sich bald in den Mittelpunkt des Geschehens, denn der Navi wollte die Autobahn verlassen. Das verstand ich nun nicht. Ich bolzte an der angegebenen Ausfahrt vorbei. Aber das Ding blieb hartnäckig und verlangte die Ausfahrt in 5 km. Nun reichte es, Beate warf den Navi raus und lud einen anderen. Grummel, auch dieser meldete " Ausfahrt in 3 km"! Ok dann halt, runter von der Autobahn.
Damit begann die Berg- und Talfahrt. Wir wurden über Höhen und Täler geführt, durch kleine Dörfer mit 30er Geschwindigkeitsbeschränkung. So ging es km und km. Das Schlimmste war, es gab keine Wegweiser die irgendwie eine grössere Stadt oder gar Autobahnanschluss anzeigen würden. Wir trauten der Sache nicht mehr. Die Gegend wurde immer provinzialer.
Die Nerven lagen blank und wir hatten keine Ahnung wo wir waren und in welche Richtung unser Ziel lag. Letzte Hoffnung, der Navi vom BMW. Aber der wollte partout unsere Zieladresse nicht kennen. Auch die, versuchsweise eingegebenen Städte in Holland wollte er nicht kennen. Dann merkten wir, dass der Navi auf Frankreich beschränkt eingestellt war. Wir änderten auf EUROPA und siehe da er kannte unser Ziel doch. Nun ging es nochmals über drei Hügel und zwei Täler hinweg und dann sahen wir die Mosel. Tja und bald darauf sichteten wir dann auch die Autobahn.
Schon bald waren wir in Belgien Richtung Brüssel und Antwerpen unterwegs. Der Navi meldete noch 120 km bis zum Ziel. Wir wären ja zeitig Kruinigen NL auf dem Camping gewesen, wenn da nicht diese fürchterlichen Staus um Brüssel und Antwerpen herum gewesen wären.
Was soll ich sagen, mit der Irrfahrt und den Staus hatten wir für die 400 km runde 10 Stunden gebraucht. Dafür wurden wir mit einem schönen Stellplatz in einer ruhigen sonnigen Gegend belohnt.
Um 20:00 Uhr war der Wagen soweit gestellt, dass wir für den Fall der Fälle im Trockenen sitzen konnten. Wir liessen uns in die Stühle fallen und streckten alle Viere von uns.

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