Heute Morgen ging ein zügiger Wind. Der Himmel war Wolken behangen. Irritiert kuckten wir nach oben. Gestern hatten wir zwar tüchtig geschwitzt, aber grad ganz weggewünscht hatten wir die Sonne dann doch nicht. Es sah so gar nicht nach Fahrradtour aus. Wir stellten uns langsam auf einen Faulenzertag ein.
Dann gegen Mittag, liess der Wind nach, es wurde wärmen und ab und zu lugte die Sonne zwischen den Wolken hindurch. Wir beschlossen, die vorbereitete Radtour nach Nieuw Kinderdijk doch zu starten. Dort an der Molenstraat sollen viele Windmühlen zu bestaunen sein. Wir bepackten unsere Fahrräder und zogen los.
Es wäre ja keine richtige Fahrradtour gewesen, wenn wir nicht hätten umkehren müssen, weil wir in die falsche Richtung fuhren. Eigentlich war die Richtung nicht falsch, es war nur nicht die Strecke die wir aus dem Fahrradweg Atlas herausgeschrieben hatten. Nach einem Kilometer schaltete dann auch der Navi um und zeigt uns die Stecke die wir aufgeschrieben hatten. So fuhren wir eine tolle Stecke entlang von Kanälen und vorbei an prächtigen Einfamilienhäuser. Erste Siedlung die wir passierten erinnerte uns an Venedig. Überall waren Fliesse die zwischen den Grundstücken hindurch führten.
Wir fuhren nun durch Kinderdijk durch, hoch auf den Damm des Lek. Von da weiter bis zur Molenstraat. Das war die Strasse an der sehr viel Windmühlen stehen.
Von weitem sahen wir die Windmühlen. Je näher wir kamen konstatierten wir, dass wir wohl nicht die einzigen waren, die die Idee hatten hierher zu fahren. Sogar Chinesen und Japaner trafen wir auf dem Weg den Windmühlen entlang.
Die Rückfahrt wurde dann wieder spannend. Wir standen draussen im weiten Feld und suchten ein Restaurant um unseren Heimweg zu planen, da wir nicht denselben Weg zurückfahren wollten. Kurzentschlossen schalteten wir den Navi ein und wurden fündig. 1,8 km sollte eine Beiz sein. Wir radelten. Ein erneuter Blick auf den Navi ob unsere Fahrtrichtung auch die Richtige sei. Aber etwas anderes drängte sich meiner Aufmerksamkeit auf. Die Strecke zum Restaurant war jetzt auf 3,8 km angestiegen. Egal wir würden es überleben.
So war es denn auch, nur der Schuppen den wir anvisiert hatten, war wohl zu. Aber um die Ecke war ein Chinesenkaffee und da setzten wir uns hin. Der Navi riet uns den Rückweg über den Deich zu nehmen und das taten wir dann auch nach einer kleinen Stärkung.
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